DIE VOLLE DRÖHNUNG!
WISE GUYS

21.-22.12.2001
Konzert im Pantheon, Bonn
Radioaufnahme WDR, Köln
Konzert im Pantheon, Bonn

VORWORT   Zum Abschluß des Jahres, und um den letzten Beweis zu liefern, dass wir nun endgültig durchgeknallt waren, sahen wir uns unmittelbar hintereinander drei Wise Guys Auftritte an. Dreimal Wise Guys in nicht mal zwei Tagen - das war auch für uns ungewöhnlich. Normale Menschen hätten davon einen bleibenden Schaden bekommen können, aber wir hatten den ja schon. Da konnte nichts mehr schlimmer werden.

Für uns waren die Auftritte allerdings drei völlig verschiedene Sachen. Zum Freitagskonzert gingen wir mit Kindern, Familie und Freunden (zum Teil Ersthörer) und wollten gemeinschaftlich einen schönen Abend erleben. Der Radio-Auftritt im WDR interessierte uns und die Kinder, weil er mal was ganz anderes war, und das letzte Pantheon-Konzert am Samstag wollten Rüdiger und ich ganz alleine einfach als schönen Abschluß eines Jahres voller Wise Guys Aktivitäten genießen.

Da ich dadurch eigentlich pausenlos unterwegs war, um irgendwo die Wise Guys zu hören, gibt es jetzt nach allen drei Veranstaltungen einen bombastisch langen Bericht, der wunderbar als Dreiteiler zu Weihnachten gelesen werden kann.

 

ERSTER TEIL
Freitag, 21.12.2001, Pantheon, Bonn

Unser Programm begann um 17 Uhr. Wir machten uns auf den Weg ins Bonner Pantheon, um uns rechtzeitig vor der Treppe anzustellen, denn da wir mit mehreren Leuten kamen, darunter vier Ersthörern, wollten wir gerne gute Plätze haben. Die Angestellten, die die Theke vorbereiteten, guckten zwar etwas grinsend erstaunt, aber das konnten wir verkraften. Etwas später kamen immer mehr Leute und bald war es ziemlich voll. Als der Einlass begann, hatten wir als die Ersten in der Reihe freie Platzwahl und konnten uns an unsere Lieblingsplätze setzen. Prima!

Auf der Bühne stand ein einsamer, spärlich geschmückter Weihnachtsbaum und leuchtete mit ein paar kleinen Lämpchen vor sich hin. Das Konzert begann, es wurde erst überall dunkel, dann glimmten die Weihnachtsbaumlämpchen zaghaft auf und unter viel Applaus und heller werdendem Bühnenlicht kamen die Wise Guys und starteten mit ‘Showtime’. Es folgte das ‘Frühlingslied’, bei dem Clemens in der Ansage aussah, als ob er gleich losheulen würde, und das vom Publikum vergnügt, aber verhalten belacht wurde. Die Zuschauer waren ungewöhnlich ruhig. Es wurde zwar viel gegrinst und aufmerksam zugehört, aber irgendwie nicht laut gelacht, geschweige denn gejohlt oder hörbar reagiert. Seltsamerweise wurde am Schluß des Liedes dann aber immer sehr laut und begeistert applaudiert. Die ‘Philosoffen’ kamen erstaunlich gut an, aber bei der Anmoderation zur ‘Lage der Nation’ ging die Stimmung sofort wieder runter. Die war aber auch ziemlich ernst und lang und das stille und etwas verhaltene Publikum war danach total ruhig. Kein lautes Gelächter, kein Mitklatschen auf 1 und 3, aber hinterher donnernder Applaus. Irgendwie eine komische Atmosphäre. Nicht schlecht, aber gerade für das Pantheon viel zu ruhig. Erst bei der ‘heißen Liebe’ und ‘Mädchen, lach doch mal’ gab es das erste laute Gejohle und das Publikum taute auf, aber da war schon Pause. Die Wise Guys hatten bis dahin ungebrochen gut gelaunt auf der Bühne agiert, echte Profis eben, auch wenn sie auf ihre Anstrengungen hin während der Lieder nur mäßige Reaktionen bekamen. (Ich traute mich aber auch nicht so ganz alleine loszugrölen.) Das liest sich jetzt aber wahrscheinlich schlimmer, als es war, denn in der Pause hörte ich viele begeisterte Stimmen und gerade den Ersthörern wird es gefallen haben. Für uns als erfahrene Mehrfachhörer war es aber ein stimmungsmäßig deutlich schwächeres Konzert.
(Darum auch nicht so ausführlich beschrieben.)

Nach der Pause ein sehr schönes ‘Wenn sie tanzt’, wobei ich da gar nicht mehr beurteilen kann, ob es klasse gesungen war. Ich mag dieses Lied sehr und es muß schon ziemlich daneben gehen, um mich irgendwelche Fehler merken zu lassen. Ich glaube aber, es war an diesem Abend wirklich so schön, wie ich es fand. Jedenfalls gab es sehr viel begeisterten Applaus dafür. Weiter ging es mit ‘Kaiser Franz’ und ich saß höchst gespannt auf meinem Platz. Rechts die Grillen, links die Kröten und in der Mitte die Eulen. Aber was war mit den höhergelegenen Plätzen, auf denen ich ziemlich rechts saß?? Ich rechnete mir hohe Chancen für die Grillen aus, aber Dän teilte den Saal auf und ich saß ganz eindeutig im Eulenteil. *seufz* Die Grillen machten ihre Sachen gut, die Kröten bekamen einen Verweis: “Das können wir so nicht gelten lassen” und packten es auch nach einer weiteren Übung nicht überzeugend. Dän kommentierte seufzend: “Ja, da wären Sie ganz klar die Verlierer, wenn das so bleibt.” Die Eulen platzen fast vor Lachen, als Clemens beim Einsatz seine Zunge rollte und damit wahnsinnig blöd aussah, aber Dän wies sie zurecht: “Bitte! Es soll ja nicht in Klamauk ausarten.” Unter großem Gelächter und endlich lockerer Stimmung begann die ‘Atmo-Ballade’ und gegen Ende sah Clemens nur noch gespielt sauer zu den Kröten, die es immer noch nicht schafften.

‘Willst du mit mir gehen’ gab dann nicht mal einen einzigen, zaghaften Johler bei Saris Hüftschwung und auch bei Ferenc’ tiefem Basseinsatz in ‘When I’m 64’ gab es zwar großes Staunen, aber es blieb ruhig. Dafür gingen am Schluß aber noch mehr Takte als sonst in tosendem Beifall unter und irgendwie war es unberechenbar und seltsam. Im Applaus zum ‘Root Beer Rag’ flippte das Publikum dann allerdings völlig aus und es gab superlauten, extralangen Applaus. Bei ‘Nein,nein,nein’ wurde punktgenau mitgeklatscht, die richtige Stimmung im Publikum war da und das Lächeln auf der Bühne war endlich sehr entspannt und beruhigt. Leider wurde da schon das letzte Lied angesagt und diese Mitteilung mit enttäuschten, lauten “Oooooh”s beantwortet. Wenn das Konzert jetzt erst richtig angefangen hätte, wäre es wahrscheinlich supertoll geworden, aber so kurz vor den Zugaben war es relativ spät für Superstimmung. Die Wise Guys hatten ihren Part bis dahin gut, allerdings auch nicht besonders überschwänglich gebracht. Sie wirkten etwas müde, machten ihre Witze zwar gut, aber der innere Schwung fehlte ein wenig. An diesem Abend waren beide Seiten nicht so besonders klasse drauf und so war es schön, aber für mich kein Konzert, über das ich begeistert jubeln würde.

Sehr toll dann aber die ‘GoldenEye’-Nummer, bei der sich die Wise Guys um den Weihnachtsbaum verteilten und im spärlichen Licht des Weihnachtsbaumes begannen. Sie hatten sich eine große goldene Kugel aus dem Baum geholt und reichten sie während des Singens mit geheimnisvoller Miene weiter. Es sah total klasse, spannend, aber auch sehr witzig aus und ich lachte mich halb schief. Irgendwann ließ Ferenc sie fallen und sie war aus Plastik und titschte mit lautem PLÖPP, PLÖPP, PLÖPP über den Bühnenboden zur Seite. Total klasse! Dän klammerte sich von einem Schuß getroffen an den Weihnachtsbaum, der sich extrem schwankend zur Seite drehte, nicht umkippte, aber danach die Dekoration auf der Rückseite hängen hatte. Das alles, während sie laut sangen und Eddi wirklich ernsthaft in der Tinarolle steckte. Es war sehr lustig und in dieser Kombination umwerfend gut!

‘Jetzt ist Sommer’ brachte nur zwei Mädels zum Aufstehen, dafür waren die Jungs auf der Bühne sehr aktiv und immer in Bewegung. Ein Sommerlied vor dem Weihnachtsbaum - das hat sich vor den Wise Guys noch keiner getraut! Eddi drehte den Baum danach wieder mit den Kugeln und Lichtern nach vorne und Dän demonstrierte anschaulich, wie man die Spitze des Baumes lösen und ihn in kleinerer Ausführung verwenden kann.

Nächste Zugabe war ‘Schlag mich, Baby’, bei deren Ansage Dän auf “Britney Spears ist eine wunderbare Künstlerin” ein lautes “Genau!!” aus dem Zuschauerraum erhielt. Das Publikum war inzwischen voll dabei, die Wise Guys hatten Spaß, erhielten viel donnernden Applaus und kamen zum allerletzten Lied.

Es war ‘Irgendwo auf der Welt’, der gewählte Oldie der Woche. Da freute ich mich sehr drauf, denn ich erinnerte mich noch gut an meine Begeisterung über dieses Lied bei der Total-Nacht 2000. Es war für mich einer der Höhepunkte gewesen. Es begann sehr ruhig, Sari sang wunderschön und plötzlich wurde es rhythmisch und moderner. Ups? Aber das war gar nicht so schlecht. Das Publikum hörte ganz ruhig zu und es war ein sanftes, ruhiges, sentimentales Schlußlied. Nachfolgendes Besprechen zwischen mir und Rüdiger ergab, dass Rüdiger die ältere, ruhige Version schöner fand, ich persönlich die alte Version wahrscheinlich auch vorziehen würde, aber durchaus den Reiz der sehr gut gemachten, modernisierten Form sehe. Das könnte insgesamt besser ankommen, und zerstört das Lied nicht. Großes Lob für dieses neue Arrangement, das Neues und Altes erstaunlich gut verbindet. Schön aber auch, dass Saris klare Leadstimme noch an die Urfassung erinnert. Also, mir gefiel es!

Am Schluß gab es viel Beifall, den meisten Besuchern hatte es sehr gut gefallen, auch wenn ich persönlich vom Abend nicht ungeheuer begeistert war. Aber ich bin ja auch sehr verwöhnt. Der Afterglow war natürlich ziemlich voll, der eine Sohn war müde, nölte und wollte sofort nach Hause, der andere sprang durch die Gegend und erzählte freimütig, dass er nur etwa dreimal im Jahr zu Konzerten gehen würde, da er ja nicht so bekloppt wie seine Eltern werden wolle. Ehe der eine weinend zusammenbrach und der andere wohlmöglich noch intimere Details aus dem Familienleben preisgab, packten wir sie ein und fuhren durch frisches Schneetreiben nach Hause. Morgens um 1 Uhr 40 waren wir da, freuten uns über den ersten Schnee und auf die beiden Wise Guys Termine am nächsten Tag. Eigentlich am gleichen Nachmittag, knappe 12 Stunden später.

 

ZWEITER TEIL
Samstag, 22.12.2001, WDR, Köln

Die Radio-Übertragung beim WDR hatte einen supergünstigen Termin: Am letzten Samstag vor Weihnachten um die Mittagszeit. Echt klasse geplant. Ich überlegte ernsthaft, ob ich mir eine Fahrt in die zugestopfte Innenstadt nicht lieber sparen sollte, aber für die Wise Guys tat ich ja die unmöglichsten Dinge. Außerdem zeigte es sich am Vormittag, bis in welche Grenzbereiche ich in meiner Wise Guys Liebe gehen kann, denn ich suchte auf meinem Radio lange nach WDR 4. Immer wieder drehte ich den Knopf ein Stückchen weiter und hielt an, sobald Schlagermusik an mein Ohr drang. Schreckliche Musik? Das könnte WDR 4 sein! So hörte ich stundenlang Mireille Mathieu, Patrick Lindner und Michelle, und mußte Reime erleben, die es eigentlich nicht geben dürfte. Brrrr! Es gab übrigens erstaunlich viele Sender, die schreckliche Musik spielten, aber gar nicht WDR 4 waren! Als endlich eine Damenstimme sagte: “Sie hören WDR 4”, jubelte ich laut los. (Unglaublich: Ich habe wirklich gejubelt, weil ich WDR 4 empfing!)

Wir fuhren lange vor der Zeit los, um uns im Schritttempo durch den Stau in der City und dort bis in irgendein Parkhaus quälen zu können. Aber dann: Die Straßen waren frei! Es gab keinen Stau, wir fuhren in Rekordzeit bis ins Parkhaus und waren viel zu früh da. Allerdings hingen wir dann fast fest, als wir zu Fuß durch die Hohe Straße gehen wollten. Stau als Fußgänger, das hatte ich in dieser Form auch noch nicht erlebt.

Um halb zwei hatten sich die meisten Besucher der Live-Übertragung vor dem WDR-Gebäude eingefunden, durften eintreten, Jacken und Taschen abgeben und schließlich den ‘kleinen Sendesaal’ betreten. Schön altmodischer 60er-Jahre-Charme, etwa 150 gelb gepolsterte Sessel im rötlichen, holzvertäfelten Raum, supertolle altmodische Lampen an der Decke und irgendwie gemütlich. An einer Seite die halbhohe, geschwungene Bühne, auf der vor einer Stellwand 6 blau gepolsterte Stühle wie für eine kleine Diskussionsrunde aufgebaut waren. Die Stellwand trug die Aufschrift “WDR 4 - Schönes bleibt” und war aus Pappe, aber es war ja auch nur Radio und kein Fernsehen. Rechts und links auf der Bühne standen zwei Weihnachtsbäume, die mit großen bunten Schleifen, vielen WDR-Mäusen, -Elefanten und -Enten geschmückt waren. Das Publikum war im Schnitt deutlich älter als sonst auf Wise Guys Konzerten und sah irgendwie WDRmäßig aus. (Wie man WDRmäßig aussieht, kann ich nicht in wenigen Worten beschreiben, aber es ist eine seltsame Mischung zwischen Beamtem und Freiberufler.)

Kurz vor Beginn der Sendung kam die Moderatorin Gaby Lang auf die Bühne und gab letzte Anweisungen zur Live-Übertragung. Es sollte im Publikum keinesfalls ruhig bleiben, sondern “richtig was abgehen” und nach einer Klatsch-Übung, die sofort sehr überzeugend gut absolviert wurde, guckte die sehr zierliche Gaby Lang ganz böse und drohte: “Eins noch: Wer hier irgendwo im Saal ein Handy hat, das gleich lospiepst, der hat’s hinter sich!!” Großes Gelächter, eine letzte Aufforderung: “Applaudieren Sie, sobald sich hier auf der Bühne irgendetwas bewegt!” und es ging los. Gespannt lauschten wir dem eingespielten Radioton, der die Wise Guys für die nachfolgende Sendung ankündigte, dann kamen die Nachrichten. Es ging um Afghanistan, neuartige Bomben, die mit Druckwellen Menschen töten und ich fand es total abartig, dass nach solchen Meldungen ein lustiges Wise Guys Interview anfangen sollte. Die Nachrichten gingen am Schluß aber zu den Schneefällen über, die den Verkehr lahmgelegt hatten, und entspannter und mit “Boah!”s kommentiert, hörten wir von 120km langen Staus, 20 Stunden Stillstand auf der Autobahn und warteten die unglaublich langen Staumeldungen ab. Aber dann ging’s endlich los.

Gaby Lang kam auf die Bühne, kündigte einen ganz besonderen WDR 4 Startreff im rappelvollen Sendesaal an, einen wahren Genuß für die Ohren, und unter jubelndem Applaus traten die Wise Guys in ihren schwarzen Bühnensachen auf, stellten sich neben die Sitzgruppe und guckten grinsend ins Publikum. Ich saß in der dritten Reihe und hatte das Gefühl, als wären sie bei mir im Wohnzimmer. Super! Sari gab den Ton nochmal an, den sie im langen Auftrittsapplaus verloren hatten und es ging mit ‘Showtime’ los. Obwohl es Radio war, bewegten sie sich wie bei einem normalen Auftritt und so hatten die Zuschauer im Sendesaal auch was für die Augen und die Stimmung war sofort sehr gut. Gaby Lang guckte von ihrer Sitzecke aus angespannt lächelnd ins Publikum, um zu sehen, wie es ankam, aber sie brauchte sich keine Sorgen zu machen, denn nach dem Lied wurde sofort weitergejubelt.

Die Wise Guys begannen ‘Das Leben ist zu kurz’, das Publikum lachte laut und locker, gab Szenenapplaus wenn es besonders lustig war und ich freute mich riesig, dass wir dort saßen und das miterlebten. Es war unerwartet gut und richtig klasse. Auch die Wise Guys lachten locker und schienen gut gelaunt, weil es wirklich sofort ‘abging’. Dän machte kurze Anmoderationen und alles kam supergut an. Beim letzten Satz des Liedes “...das Leben ist zu kurz für RTL Zwei.” war ich froh, dass Dän nichts mit “..zu kurz für WDR Vier.” gereimt hatte, denn das wäre in diesem Fall ungünstig gewesen. Bei “Meine heiße Liebe” machten die Jungs im Hintergrund so eine witzige Show, dass das Lachen des Publikums manchmal schon so laut wie bei einer Comedy-Show klang. Bei der Übertragung waren die Zuschauerreaktionen während der Lieder aber heruntergepegelt, so dass sie kaum zu hören waren. Erst beim Beifall nach dem Lied wurde wieder die Originallautstärke eingeblendet. Wäre sonst für die Hörer am Radio auch ziemlich blöd gewesen.

Noch während des letzten Applauses wurden die Wise Guys von der Moderatorin schnell zur Sitzecke gewunken. Sie saß auf einem der Sessel in der Mitte und die Jungs setzten sich natürlich auf die freien Plätze um sie herum. Fröhlich sagte sie: ”Das ist nett, dass ihr euch hier so im Halbkreis um mich herumgruppiert. Zwei Herren zu meiner Rechten, drei zu meiner Linken...” Oh, wie blöd. Wo sollten sie sich wohl sonst hinsetzen?? Ferenc gab ein erstauntes Grunzen von sich und alle lachten los. Dann gab es Interviewfragen wie: “Hättet ihr damals geglaubt, dass ihr so erfolgreich werdet?” “Waren die Prinzen euer Vorbild?” “Wie seid ihr nach Washington gekommen?” “Wie hat euch dort das Kölsch geschmeckt?” Also völlig neu, ganz ungewöhnlich und höllisch interessant. (Warum schaffen es die meisten Interviewer eigentlich nicht, mal wirklich gute Fragen zu stellen?)

Schön war aber, wie in der Sitzecke die Blicke hin und herwanderten, wer die Frage beantworten sollte, damit nicht mehrere gleichzeitig losquatschten. Außerdem saßen alle zwar ganz cool und lässig in ihren Sesseln, lachten locker, nippten an ihren Wassergläsern, waren aber trotzdem leicht angespannt und guckten extrem aufmerksam, denn jedes Wort wurde live übertragen und niemand wollte sich blamieren. Gaby Lang schickte sie dann am Ende des Interviewteiles, während sie noch sprach, mit wedelnden Handbewegungen auf die Bühne zurück und die Wise Guys gingen ganz schnell und leise, fast wie auf Zehenspitzen, zu ihrer ‘Singseite’ zurück. Süß!

Weiter ging es mit ‘Wenn sie tanzt’, das sehr ruhig und sanft gesungen wurde und die Zuschauer im Sendesaal ganz still werden ließ. Schööön. ‘Mädchen, lach doch mal’ brachte wieder lachende Stimmung, auch wenn Eddi und Sari mit ihren Kängurubeutelfelltrommeln nicht donnernd über den Holzboden des Sendesaales hüpften, sondern weitgehend auf der Stelle trommelten. Unerwartet gab es danach eine kurze Pause, in der im Radio die langen Staumeldungen verlesen wurden. Das Publikum unterhielt sich murmelnd und die Wise Guys standen ungewohnt tatenlos auf der Bühne, tranken mal einen Schluck Wasser und warteten ab.

Eigentlich hatte ich ganz viele Interviewfragen und wenig Livemusik, dafür aber Einspielungen von CD erwartet, aber die Stunde beim WDR erwies sich als kleines, sehr feines Konzert. ‘Sensationell’ hatte inzwischen glücklicherweise einen ganz annehmbaren Schluß und ich grinste vor mich hin, weil ich daran dachte, wie peinlich es mit der früheren Version geworden wäre, wenn es am Ende des Liedes mal wieder keinen Applaus gegeben hätte. Und das live im Radio! Bei ‘Nein, nein, nein’ wurde heftig gelacht und am Ende sehr schön mitgeklatscht. Da merkte man, dass doch einige Fans den Weg ins Studio gefunden hatten, auch wenn das laute, überraschte Gelächter an vielen Textstellen zeigte, dass es sehr viele Ersthörer gab.

Zum zweiten Interviewteil gruppierten sich die Wise Guys wieder ‘ganz überraschend um die Moderatorin herum’ auf die freigebliebenen Sitze und bekamen weitere originelle Fragen gestellt. Diesmal waren sie allerdings schon wesentlich lockerer, weil wirklich alles glatt und lustig ablief. “Wie seid ihr in Düsseldorf angekommen?” “Woher habt ihr die Textideen?” “Könnt ihr von eurer Musik leben?” Als die Wise Guys zu ihrem Status als Studenten befragt wurden, verzogen sie peinlich berührt das Gesicht, denn das waren völlig veraltete Informationen von ihrer Homepage. Tja, da sag ich mal nichts zu. Die brisanteste Frage war die nach dem peinlichsten Bühnenerlebnis, das für Ferenc der nicht stattgefundene Auftritt in der Köln-Arena war, als die Anlage plötzlich ausfiel. Dän fand es allerdings peinlicher, als die Wise Guys bei einer Homosexuellen- Veranstaltung auftraten, Eddi schilderte das Outfit der Besucher “die hatten so Ketten um und sonst nichts..”, Dän erklärte “...die Traumfrau entpuppt sich als Dieter...” und Gaby Lang saß extrem angespannt lächelnd auf ihrem Sessel. Sowas zur Mittagszeit bei WDR 4! Clemens erzählte die Schlußpointe, das Publikum lachte vergnügt und Gaby Lang schickte die Wise Guys lieber wieder zum Singen, ehe die noch auf ganz andere Stories kamen. “Das war also euer peinlichstes Bühnenerlebnis. Nun gut, wir sind hier noch nicht ganz fertig.”

‘Jetzt ist Sommer’ folgte und wurde sofort richtig gut mitgeklatscht. Im Applaus signalisierte Eddi fragend “Noch eins?”, erhielt ein Nicken und es gab mit kurzer Ansage ‘GoldenEye’, das auch ohne Lichtshow toll war. Besonders witzig, als Eddi während des Liedes mit ernsthafter Miene eine der kleinen WDR-Stoffenten aus dem Weihnachtsbaum nahm, bedrohlich ins Publikum zielte und dann wirklich warf. Allerdings hob er am Ende des Liedes entschuldigend die Schultern und guckte ganz kleinlaut, ob jemand meckern würde. In den großen Applaus am Schluß hinein, der mit Johlen, Klatschen und Getrampel wirklich laut war, verabschiedete Gaby Lang die Wise Guys, die zum Abschluß noch jahreszeitgemäß ein Weihnachtslied sangen. Sie holten dazu sogar Notenblätter raus, denn so ganz auswendig saß es wahrscheinlich nicht. ‘Wenn doch immer Chreesdach wör’ war ein Lied der Bläck Fööss und gefiel mir sehr gut. Schön ruhig gebracht und zum Schluß hin immer lustiger und damit witzig und passend für die Wise Guys. Glücklicherweise kein Gesülze und keine Peinlichkeit. Jungs, das könnt ihr ruhig singen!

Während dann für die Hörer am Radio der kleine Sendesaal aus- und zum Abspann ein paar Takte ‘Jingle Bells’ Klarinettengedudel eingeblendet wurden, ging im kleinen Sendesaal das Konzert weiter. Gaby Lang signalisierte, dass noch Zeit wäre (wieso eigentlich, wenn die Übertragung beendet war?) und die Wise Guys sangen zur Begeisterung des Publikums ‘When I’m 64’. Danach erhielt jeder von ihnen ein Lars-der-Eisbär-Stofftier und sie wurden von WDR-Mitarbeitern rausgeleitet. Das Publikum klatschte fordernd weiter, brüllte “Zugabe” und tatsächlich kamen die Wise Guys nochmal zurück und sangen in üblicher erotisch-athletischer Weise ‘Schlag mich, Baby’. Wirklich klasse.

Ich war extrem gut gelaunt und hatte eine richtig schöne Stunde verbracht. Aber es ging sogar noch weiter. Völlig überraschend wurde ein Afterglow im WDR-Foyer angeboten, bei dem es Kaffee, Kuchen, Glühwein und Autogramme geben sollte. Wow! Die Wise Guys gingen wieder nach rechts durch die Türe ab und die Zuschauer erhoben sich und gingen am Weihnachtsbaum vorbei (davor stand eine WDR-Mitarbeiterin, die bestimmt aufpassen musste, dass nicht noch einer eine Ente entfernte!) ins Foyer. Es war total viel los, ich trank einen leckeren Glühwein, probierte ein Stück Kuchen, unterhielt mich etwas und machte mich dann auf den Weg nach Hause. Dort hatte ich Zeit für einen Cappuccino, bevor es sofort weiterging zum nächsten Wise GuysTermin. 

 

DRITTER TEIL
Samstag, 23.12.2001, Pantheon, Bonn

Das letzte Wise Guys Konzert in der Pantheonreihe war schon beim Anstehen und Warten ganz anders als das Konzert am Abend vorher. Viele Mitglieder der beiden Fanclubs waren da und es war knackevoll, wesentlich lauter, aufgedrehter, hektischer und turbulenter. Außerdem wurde mehr gedrängelt und gedrückt und ich war froh, als der Einlass begann. Mehr Leute als an diesem Abend hätten nicht in den Saal gepaßt und es war eine richtige Partyatmosphäre, bei der sich Leute laut begrüßten und von vorneherein eine sehr gelöste Stimmung herrschte. Das konnte eigentlich nicht schiefgehen.

Die Wise Guys kamen bei schwacher Weihnachtsbaumbeleuchtung auf die Bühne und wurden mit einem Riesenapplaus empfangen. Dän sah zwischendurch mal auf seine Uhr, aber es dauerte eine ganze Weile, bis es ruhig wurde und die ‘Showtime’ beginnen konnte. Es war das letzte Konzert vor der kurzen Winterpause und das wurde mit kleinen, ungewöhnlichen Einlagen gezeigt. Bei der Textstelle “Wo wamma nomma am Montag?” ging es mit “Bonn am Rhein” weiter, beim ‘Dienstag’, auch mit “Bonn am Rhein” und unter dem Jubel der Zuschauer blieb es an jedem Tag bei dieser Antwort. Sehr witzig.

Dän erklärte bei der Begrüßung, dass es das letzte Konzert des Jahres 2001 sei und sprach zur Erheiterung aller Anwesenden von der “Träne im Klopfnoch”. Dann ermahnte er die vielen Leute im Publikum, die schon öfter bei Konzerten waren, mit Disziplin und Rücksichtnahme den Neuhörern nicht die Pointen zu verraten. Es folgte das ‘Frühlingslied’, das laut und locker belacht wurde und bei dem beim letzten ausklingenden “...Anna hat Migräne” mit lautem Plopp eine Aspirinschachtel auf die Bühne geworfen wurde. Ferenc guckte stumm herunter, die Zuschauer lachten laut los und Clemens bückte sich und steckte sie grinsend in seine Jacke.

Ohne weitere Ansage ging es mit dem ‘griechischen Wein’ weiter, der vom gut gelaunten Publikum laut bejubelt wurde. Dän guckte sich danach die Tablettenschachtel an und stellte fest, dass es ‘Aspirin Migräne’ war. “Wir wußten gar nicht, dass es sowas gibt”, stellte er verwundert fest und ergänzte zufrieden: “Gut zu wissen!” Dann stellte er klar, dass der ‘griechische Wein’ zum letzten Mal erklungen war, da es im nächsten Jahr den Euro gab und das Lied damit unaktuell geworden war. Schade, eigentlich.

Die Umfrage bewies, dass es sehr wenig Ersthörer, fast genauso wenige Bonner (“Das ist praktisch keiner.”), dafür aber sogar wieder Düsseldorfer gab. Außerdem gab es viele Mitglieder der beiden Fanclubs, die teilweise bei beiden Vereinen eingetragen waren und darum zweimal aufzeigen konnten. Die anschließenden ‘Philosoffen’ waren sehr schön und Sari lallte seinen letzten Satz mit alkoholschwerer Zunge: “Jess brauchich ersma eingetränk” Sehr, sehr gut! Das könnte so beibehalten werden. Es war sehr verständlich, völlig logisch und wirklich sehr witzig. Irgendwie das i-Tüpfelchen am Schluß. Auch die Wise Guys platzen lachend los und waren überhaupt sehr vergnügt. Ferenc hob anerkennend den Daumen und nickte Sari zustimmend zu. Klasse!

Clemens knöpfte schon seine Jacke bis oben zu, wischte sich mit den Händen mühevoll einen Seitenscheitel, verdrehte die Augen nach oben und sah so doof aus wie nie zuvor. Man konnte ihm ansehen, wieviel übermenschliche Anstrengung es ihn kosten mußte, sich auf die 1und3-Schläge zu konzentrieren. Total klasse! Er zog alle Blicke auf sich und rächte sich für die ‘heiße Liebe’, bei der die anderen ihm immer die Show stehlen. Unter dem Zuschauergelächter flippten dann auch die anderen mehr als sonst aus. Es gab glucksendes  Gelächter und ich wußte gar nicht, wer von ihnen am blödesten aussah. Am Ende des Liedes wischte Clemens über seine überanstrengten Augen und sah plötzlich wieder ganz nett aus. Auch der Seitenscheitel verschwand als er mit der Hand durch die Haare ging, und danach standen sie igelig und sehr wirr nach oben. Stand ihm eindeutig besser!


Während Dän in der folgenden Ansage vom Single-Leben schwärmte, schlenderte Clemens zum Seitentisch, auf dem die Tablettenschachtel inzwischen lag, guckte sie interessiert an und steckte sie schließlich ein. Es gab großes Gelächter und der arme Dän wußte wieder mal nicht, was hinter seinem Rücken passiert war. Als kurz danach Eddi von der anderen Seite in Richtung Tisch losging, begann das Gelächter schon wieder, aber er wollte nur einen Schluck Wasser trinken.

‘Oh, Scheisse’ war sehr schön ruhig und ich plädiere unbedingt für weitere Balladen! 

Clemens sagte danach die ‘heiße Liebe’ an, und hinter seinem Rücken tauschten die vier anderen ihre Percussions-Intrumente hin und her. Es gab viel Gelächter und diesmal mußte sich Clemens umdrehen, um zu sehen, was hinter ihm los war.

Alberne Stimmung, die vom Publikum mit viel Gelächter und Applaus honoriert wurde.
Während des Liedes schubsten sich Dän, Sari und Eddi hin und her und als Sari breit grinsend auf Eddis (kurz zuvor in Berlin zugezogene) Stirnwunde zeigte, bekam der fast einen Lachanfall. Im Mokkateil tanzte Sari dann so intensiv, dass Clemens tatsächlich aus dem Text kam und sogar Ferenc die letzten Töne vor lauter Lachen im Hals steckenblieben. Als sich Wise Guys und Publikum einigermaßen erholt hatten, sagte Dän: “Ja, ich glaube, wir machen nach dem nächsten Lied mal eine kleine Pause.” Er verwies auf Theke, Toiletten und den CD-Stand für die Last-Minute- Weihnachtsgeschenke und dann starteten sie mit ‘Mädchen, lach doch mal’. Natürlich auch wieder superklasse und am Ende des ersten Teils genossen fünf strahlende Wise Guys den mächtigen Applaus, der durch das Pantheon brandete.


Nach der Pause ein ruhiges, schönes ‘Wenn sie tanzt’, das ich nun schon zum zweiten Mal an diesem Tag hören durfte. Einfach klasse. Beim ‘Kaiser Franz’ war ich natürlich wieder die Eule, was anderes hatte ich auch nicht mehr erwartet. Für das Jahr 2001 war die Sache gelaufen und ich konnte nur auf mehr Glück und andere Einteilungen im nächsten Jahr hoffen. Eddi führte die Pythongrille vor, die auch recht gut vom Grillen-Publikum nachgemacht wurde. Sari sollte die Kröte demonstrieren und ließ ganz ernst ein lautes “Muuuuuh!” los. Alle platzen los vor Lachen und Sari wiederholte sein ungewöhnliches Krötengeräusch mit ernster Miene. Als das Gelächter weniger wurde, sagte Dän: “Sari hat mir vorher gesagt, das soll ein Frosch sein”. Clemens gab das Zeichen zum Kröten-Übungs-Einsatz und der gesamte linke Block antwortete mit einem langezogenen, tiefen “Muuuuuh!” Dän guckte sehr ernst und stellte verwundert fest: “Das klang jetzt bei Ihnen wie eine Kuh.” Es gab Lachanfälle und es war kein Wunder, dass die Stimmung im Saal absolut klasse war.

Sari bekam bei ‘Willst du mit mir gehen’ lautes Gejohle, Sari-Rufe und verwundernd grinsende Blicke von Ferenc. Oh, Konkurrenz um den Platz des Lieblings-Wise Guy.

“When I’m 64” war seltsamerweise bis zum “Plem-Plem” zu hören, wenn auch das Publikum sofort danach tosend losklatschte. Dafür blieb bei der Ansage zum ‘Root Beer Rag’ kaum ein Auge trocken. Dän redete mit ernstem Gesichtsausdruck über Osna und Osram und die Reaktionen der anderen Wise Guys erinnerten an die Zeiten des ‘Herbstgedichtes’. Sie versuchten verzweifelt die Beherrschung zu wahren, aber gegen Däns Formulierungskünste (oder auch Gelaber) waren sie machtlos.

Der ‘Root Beer Rag’ fetzte los und durch das alberne Verhalten kamen sie fast aus dem Rhythmus und konnten sich gerade noch gut fangen. Es machte aber einfach großen Spaß ihnen zuzusehen und ich fand überhaupt nichts davon ZU albern! Es war superlustig und sehr richtig für das letzte Konzert des Jahres. Und es hätte sogar NOCH alberner werden dürfen. Nach ‘Nein, nein, nein’ kam ‘GoldenEye’ und ich freute mich sehr auf die ‘goldene Kugel’ des gestrigen Abends, aber es gab keine. Schade! Hatte die jemand sicherheitshalber festgebunden? OK, es war ein wenig sinnlos die Kugel hin- und herzureichen, aber es sah total klasse aus und war wirklich gut. Na, egal, das nächste Weihnachtsfest kommt bestimmt. Immerhin kippte Dän halb in den Baum und es sah einfach total irre aus, wie er schwankend im Weihnachtsbaum hing und dabei völlig ernst guckte. Superlauter Applaus vom Publikum und ich freute mich sehr für die Wise Guys über diesen Jahres-Konzertabschluß.

Wie erwartet gab es vor der weihnachtlichen Kulisse ein grooviges ‘Sommer’-Lied. Ich sang es etwas sentimental, aber trotzdem fröhlich mit, weil es auch für mich eine Menge in diesem Jahr bedeutet hatte. Irgendwie war es auch ‘mein’ Lied des Jahres 2001 geworden und ich war schon gespannt, was das nächste Jahr musikalisch gesehen bringen würde.

‘Schlag mich, Baby’ holte die letzten Reserven aus dem Publikum und ich fiel fast vom Stuhl, als Clemens bei den ersten Schritten nicht mit abgezählten Schritten zu seinem Platz lief, sondern kaninchenmäßig loshoppelte. An der Stelle, an der Sari seinen Arm gefährlich nahe vor Ferenc kreisen läßt, konnte Ferenc nicht wie üblich sehr besorgt gucken, sondern hielt sich nur hilflos lachend die Augen zu. Superwitzig und ich empfand die beiden Konzerte des Tages als absolut grandiosen Abschluß des Jahres.

Unter Jubel gingen die Wise Guys ab und im Publikum wurde “Einer geht noch..” angestimmt und sofort grölte der gesamte Saal “...einer geht noch rein” los und geriet damit fast in eine Endlosschleife. Glücklicherweise kamen die Wise Guys schnell zurück, Dän wies auf die anschließend im Pantheon stattfindende “Hormonschub-Party” hin (“Keine Ahnung, was da passiert”) und wünschte allen Anwesenden ein schönes Weihnachtsfest und gutes Neues Jahr. Beendet wurde das Konzert mit ‘Irgendwo auf der Welt’, das von Sari in der Leadstimme wirklich wunderschön gesungen wurde. Ich grinste amüsiert über Eddis Scratch-Einlage, fand das Lied trotz der Modernisierungen immer noch klasse und war einfach nur überzufrieden und supergut gelaunt. Ein sehr lustiges, tolles und wirklich wunderbares Abschlußkonzert!

Der anschließende Afterglow war ziemlich voll und wurde erstaunlicherweise immer voller. Verwundert nahm ich die zunehmende Drängelei zur Kenntnis, bis ich merkte, dass die Hormontypen zu ihrer Party eintrudelten. Ich fühlte mich etwas fremd, merkte selber nichts von Hormonschüben, genoß aber den letzten Afterglow des Jahres 2001.

NACHWORT 

Es ist Sonntagabend, der 23.Dezember. Ich habe drei Wise Guys Termine locker und sehr gut gelaunt überstanden und das zeigt, dass sie überhaupt nicht schädlich sind. Allerdings hat mich der lange Konzertbericht den kompletten heutigen Tag gekostet und das ist etwas blöd, weil ich für den nächsten Tag (Heiligabend) noch Geschenke einpacken, ziemlich viel Geschirr wegspülen, Wäsche waschen und einen Einkaufszettel anfertigen muß. Solange ich dabei aber nicht WDR 4 hören muß, geht es ja. (Außer natürlich, bei Wise Guys Sendungen!)

Damit schließt die Reihe der Konzertberichte des Jahres 2001, aber ich werde im nächsten Jahr ganz sicher weiter zu Konzerten gehen, keine ‘Eintrittskarten einfach so verscheuern’ und meine allerliebste Lieblingsgruppe bestimmt nicht ‘mal eben auswechseln’. Und auch mein ‘Pfleger’ wird weiterhin freudig mitkommen. Hört sich doch gut an, was? Frohe Weihnachten!

zurück zu Konzertberichte